Suchhaken

Vor dem Einsatz von Echolot und Sonaren waren die Suchstangen und Suchhakensysteme oft die einzige Möglichkeit vermisste Personen unter Wasser zu finden und zu bergen. Für größere Wassertiefen wurden an Stangen oder Walzen große Drillingshaken befestigt, die dann mit einem Boot über den Gewässergrund im Suchgebiet geschleppt wurden. Der Erfolg hing stark von der Größe des Suchgebiets und der Erfahrung der Bootscrew ab. Auch die Verschmutzung der Gewässergrundes entschied über die Effektivität dieser Suchmethode.

Heute werden Suchstangen/-haken meist nur noch an Wehranlagen und im Flachwasserbereich oder in Moorseen eingesetzt. Eine Verletzung der vermissten Person durch die Drillingshaken ist nicht zu verhindern, was auch zu einem Wechsel zu anderen Suchtechniken geführt hat.

Ablauf der Suche:

Mit einem Boot wird eine mit Haken versehene Trommel oder Stange in einem parallelen Suchbahnmuster hinter dem Boot hergezogen. An Wehranlagen werden lange Stangen von Hilfkräften zum Absuchen von Wasserwalzen oder Wasserfällen eingesetzt.

Vorteile:

  • bei Wehranlagen oft die einzige effektive Suchmethode

Nachteile/Grenzen:

  • tiefere Gebiete können nicht flächendeckend abgesucht werden
  • Verletzung der gesuchten Person
  • meist nicht mehr zeitgemäß

Ideale Einsatzgebiete:

  • bedingt Wehranlagen in Flüssen
  • bedingt Wasserfälle und -walzen