05/2007: Flensburger Förde – Absturz Sportflugzeug

Ein Sportflugzeug stürzte mit 4 Insassen am hellichten Tag bei bestem Wetter bei Glücksburg in die Flensburger Förde.

Nachdem die Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr bis zum Mittag drei Personen aus dem Flugzeugwrack geborgen aber den Piloten der Maschine nicht finden konnten, bot das Tauchausflugsschiff „GOTLAND“, das sich gerade mit einer Tauchergruppe auf dem Weg zum Wrack der S103 befunden hat, seine Unterstützung an. Der Kapitän Harald Hübner hat unter Anderem daraufhin wiederum Ortungs- und Bergungsunterstützung von unserem Unternehmen angefordert. Gegen 14 uhr in Glücksburg wurden zwei Sidescan-Sonare, ein 2-Tonnen-Hebesack und ein Taucher-Handsonar sowie einiges an Navigations- und Scanhardware verladen.

Die Absturzstelle wurde mit 375 und 750 kHz Sidescan abgescannt und ein ziemlich zertrümmertes Wrack und über 50m Radius verteilte kleine Trümmerteile aufgezeichnet und die Positionen festgestellt. Anschließend sind die ersten beiden GOTLAND-Taucher an zwei der Positionen abgestiegen, die evtl. als Person eingestuft werden konnte. Hierbei wurde ein Teil des Fahrwerks gefunden und gleich geborgen. Da diese Vorgehensweise ziemlich zeitraubend ist, fiel der Entschluss, dass unser Sonaroperator Christian Hüttner mit dem Taucher-Handsonar vom Hauptwrack ausgehend jedes infragekommende Signal überprüft, während die weiteren Taucher mit ihren Video- und Fotokameras die Unterwasserdokumentation der Trümmerteile übernehmen.

Nach etwa 15 Minuten Tauchzeit konnte Christian Hüttner den Leichnam des Piloten mit dem Handsonar wenige Meter vom Wrack entfernt bei schlechten Sichtbedingungen lokalisieren und für die Bergung vorbereiten. Kurz danach hat ein weiterer Taucher der GOTLAND den Flugdatenschreiber gefunden und somit hat das Team die beiden wichtigsten noch ausstehenden Aufgaben erfüllen können. Die Bergung des Leichnams wurde von Tauchern der Feuerwehr am Abend übernommen.

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