10/2007: Schweriner See – 3 Tage vermisste Fischer

Fischerboot samt Besatzung geortet

Die Polizei suchte vergeblich schon seit drei Tagen nach einem vermissten Boot und zwei Fischern im Schweriner See. Da an der vermuteten Unglücksstelle teilweise in über 25 Meter Tiefe gesucht werden musste, war das ein personal- und zeitaufwändiges Unterfangen.
Wir wurden deshalb um Unterstützung bei der Ortung des etwa 8 Meter langen Wracks mit Sidescan-Sonar beauftragt. In enger Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner Dr. Martin Sander aus Stralsund und der Wasserschutzpolizei / Bereitschaftspolizei Mecklemburg-Vorpommern begannen wir die systematische Suche.

Nach etwa 45 Minuten hatten wir nur einen Steinwurf vom Ufer entfernt ein Objekt geortet, was unübersehbar eine Bootsform widergab. Es stellte sich allerdings die Frage, ob es das gesuchte Wrack oder ein altes, vergessenes ist. Die Vermessung am Computer ergab Abmaße von 8m x 1,70m, was dem gesuchten Objekt entsprach. An der anschließend errechneten Position wurde eine Markierung abgeworfen, die den Polizeitauchern als Führungsleine dienen sollte. Kurz nach Erreichen der ersten Einsatzkräfte in ca. 25 Metern Wassertiefe wurde die Meldung des Wrackfundes durchgegeben. Wenige Minuten später wurden auch die beiden vermissten Personen in unmittelbarer Nähe des Wracks lokalisiert.

Die DLRG nahm anschließend von einem geeigneten Boot aus die Bergung der markierten Leichname vor.

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